Müllvermeidung im Bad: Tipps und Tricks, um dem Müll den Kampf anzusagen

Nach der Küche ist das Bad der Ort im Haushalt, an dem am meisten Müll zusammen kommt. Wie du durch kleine Maßnahmen eine Menge Müll und Geld einsparen kannst, erfährst du in Sophies neuem Blogbeitrag.

1. Wiederverwendbare Produkte

Stoffwattepads

Stoffwattepads vermeiden nicht nur Müll, sondern du kannst sie auch einfach selber aus alten Kleidungsstücken zuschneiden. Für die weniger Bastelfreudigen gibt es die Stoffwattepads auch in Drogerien zu kaufen. Beim Kauf sind diese zwar um einiges teurer als ihre Einweg-Konkurrenten, auf Dauer gesehen, kannst du dein Geldbörserl aber mit der müllsparenden Variante entlasten.

Wiederverwendbares Wattestäbchen

Willst du weg vom Müll und weiterhin deine Ohren säubern, gibt es die Variante des wiederverwendbaren Wattestäbchens. Um dieses im Geschäft zu finden, musst du vielleicht etwas genauer in die Regale schauen, du kannst es aber sogar in Leoben finden.

Rasierhobel

Sie helfen dir nicht nur Müll zu Sparen, sondern auch eine Menge Geld, denn bei Rasierhobeln musst du lediglich die Rasierklinge regelmäßig austauschen und die bekommst du schon ab ein par Cent (Stückpreis) zu kaufen. Außerdem sind Rasierhobel selbst, meist aus Metall und erfahrungsgemäß viel langlebiger als herkömmliche Rasierer. Andere Alternativen zur Enthaarung, bieten Rasierapparate oder Epilierer.

2. Feste Pflegeprodukte

Seifen und Shampoos

Da eine Creme, dort ein Shampoo und plötzlich ist der Mistkübel im Bad voll. Feste Pflegeprodukte bieten eine ideale Alternative im Alltag und beim Verreisen. Sie enthalten meist weniger Mikroplastik, rinnen im Koffer nicht aus und können problemlos im Handgepäck mitgenommen werden. Für das Reisen, gibt es leichte dosen aus Aluminium, Plastik oder Holz. Zum Aufbewahren empfiehlt es sich jedoch die Seifenstücke in der Dusche hängend oder auf Seifenhaltern aufzubewahren. So kann Wasser abrinnen und das Bakterienwachstum vermieden werden.

Zahntabletten oder Zahnpulver

Zahnpasta Alternativen sind in Leoben zwar nicht in Zero-Waste Form zu finden, bieten trotzdem eine Verpackungs- und Mikroplastik- sparende Alternative zu Zahnpasta aus der Tube. Außerdem gibt es Zahntabletten nach Belieben mit oder ohne Fluorit zu kaufen. Wer noch mehr Plastik vermeiden möchte, der kann auch zur Zahnbürste aus Bambus oder heimischen Hölzern greifen.

Festes Deo

Sind deine Deo-Sprays auch immer so schnell leer? Als Deo Alternative bieten sich feste Deo-Sticks, oder auch Deo-Cremen an. Diese sind zwar in der Anwendung etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch kommt man mit diesen meist länger aus, sie sind platzsparender als Deo-Dosen und nicht weniger effektiv.

3. Bewusster Konsum

Ein einfacher aber oft vergessener Tipp, ist der sparsame und vor allem bewusste Konsum von Produkten. Wie oft fragst du dich beim Einkaufen: Brauche ich diese Sache wirklich, oder greife ich nur aufgrund von Empfehlungen, Aktionen, etc. zu dieser? Aber auch bei der Nutzung: Was verwende ich wirklich im Alltag? Was verstaubt schon im Regal? Wie wertschätzend und sparsam gehe ich mit den Produkten um?

4. Nachfüllpackungen oder größere Mengen

Mit etwas Vorplanung und Lagerplatz kannst du mit dem Kauf von Nachfüllpackungen Müll und Geld sparen.
Tipp für Reisen: Produkte in Reiseformaten vermeiden. Stattdessen kleine Glas oder Plastik Tiegel und Fläschchen verwenden. Am besten Behältnisse von aufgebrauchten Produkten, wieder befüllen.

5. DIY-Produkte herstellen

Vor allem Gesichts- und Haarmasken, Körperöle, aber auch mit etwas Geschick, feste Seifen und Shampoos, lassen sich mithilfe zahlreicher Rezepte aus dem Internet, problemlos selber herstellen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Der Vorteil an DIY-Produkten ist nicht nur, dass du alle Inhaltsstoffe genau kennst oder dass sie meist Kostengünstiger sind als ihre Konkurrenten aus dem Regal, sondern sie sparen auch jede menge Verpackungsmüll. Einerseits kannst du die Inhaltsstoffe in großen Packungen kaufen und meist auch anderweitig benutzen oder du kannst dir die Zutaten aus einem Unverpackt-Laden besorgen. Zugegebener Maßen ist das in Leoben etwas schwer und aus eigener Erfahrung sehr aufwändig wenn man nicht in der Nähe eines Unverpackt-Ladens wohnt. Mit der richtigen Vorausplanung ist es durchaus möglich, dass du dir deine eigenen Zero-Waste-Pflegeprodukte herstellst.

Persönliche Erfahrung

Anfangs kann es schnell viel auf einmal werden, da die Umstellung von gewohnten Produkten Energie und Zeitaufwand bedeutet. Lass dich trotzdem nicht abbringen und stresse dich nicht. Du must nicht sofort alles auf einmal umsetzten. Starte bei den Produkten, bei denen es dir leicht fällt. Oft hilft es schon, beim Einkaufen einfach mal ein Regal weiter als gewohnt zu schauen. Einmal mit dem Müllvermeiden begonnen, kannst du dich immer weiter challengen, sodass die Mülltonne immer leerer wird und dein Geldbörserl voller bleibt. Dann kann es sogar passieren, dass dir das Müllvermeiden plötzlich auch noch Spaß macht.

Zum Schluss: Motivation zum Anfangen oder falls es dir so vorkommt, als würde diese eine eingesparte Deodose nichts bewirken: „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“- Albert Einstein


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